Über die Einführung der IDN wird seit längerer Zeit beraten. Im Unterschied zu bisherigen Domains, die auf die 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets, die Ziffern 0 bis 9 und den Bindestrich beschränkt waren, werden mit IDN auch Umlaute und Akzente, aber auch komplette andere Alphabete wie arabische oder chinesische Schriftzeichen in Domainnamen möglich. Dazu müssen diese "Sonderzeichen" in die bisher verwendeten Zeichen, den ASCII-Code, übersetzt werden. In welcher Weise diese Übertragung stattfinden soll, war unter Experten ausführlich diskutiert worden. Inzwischen favorisiert man die so genannte "Punycode"-Kodierung, die wahrscheinlich noch in diesem Frühjahr zum zukünftigen Standard erhoben wird. Internationalisierte Domainnamen werden dann mit einem vier Zeichen langen Präfix beginnen, das noch nicht exakt definiert ist, auf jeden Fall aber an der dritten und vierten Stelle einen Bindestrich enthält. Durch dieses Präfix wird angezeigt, dass in dem Domainnamen ein oder mehrere Sonderzeichen auftreten werden.
Sobald man sich international auf einen verbindlichen Standard geeinigt hat, wird die DENIC die notwendigen technischen Anpassungen vornehmen. Ab wann die Registrierung von Domainnamen mit Sonderzeichen beginnen wird, steht noch nicht fest. Der Termin und Einzelheiten zum Verfahren bei der Einführung werden rechtzeitig bekannt gegeben.