"Wir sehen das Problem weniger in der Belastung unserer Systeme, da wir die hohe Zahl der Abfragen technisch ohne weiteres abwickeln können. Die exzessive Inanspruchnahme des whois-Dienstes durch einzelne Nutzer verursacht jedoch Kosten, die derzeit von allen Domaininhabern gemeinsam getragen werden müssen", beschreibt DENIC-Vorstandsmitglied Andreas Bäß den Hintergrund der Maßnahmen. "Ein weiteres Problem stellt der freie Zugang zu diesen Verzeichnissen im Rahmen der Erkennung und Abwehr von verteilten Angriffen (Distributed Denial of Service Attacks) dar. Eine Begrenzung der maximal möglichen Anfragen aus einem Adressblock löst diese beiden Probleme. Denn so können wir einen Schwellenwert festgelegen, ab dem wir einen Missbrauch der Dienste annehmen. Wir möchten die Intensivnutzer dadurch aber auch animieren, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um gemeinsam Wege zu finden, wie deren Informationsbedürfnisse auf andere Weise zu befriedigen sind."
Die DENIC wird daher ab 1. Juli die Nutzung der whois-Abfrage stärker reglementieren. Neben der erwähnten Beschränkung der Zahl der Abfragen werden künftig die Inhaberdaten nur noch bei Angabe zusätzlicher Parameter ausgegeben. Für solche Abfragen wird die Anzahl der möglichen Anfragen pro Zeiteinheit noch einmal reduziert, um die Domaininhaber besser vor einer automatisierten Verwertung ihrer Adressdaten zu schützen.